FAQ

… geht es nicht nur darum der queeren Community in Freiburg einen Platz in der Mitte der Gesellschaft zu verschaffen, sondern auch darum im Herzen der Stadt einen Raum zu schaffen, der das soziale Klima unserer Stadt in vielerlei Hinsicht aufwertet.

Das kulturelle queere Zentrum soll Menschen der LSBTIQA*-Community einen Raum bieten zur Begegnung, kulturellem Austausch und sozialem Engagement. Ein niedrigschwelliges Angebot, andere queere Menschen kennenzulernen, sich auszutauschen, sich gemeinsam zu organisieren und den Gemeinschaftsgedanken in der LSBTIQA*-Community weiter zu entwickeln und zu fördern. QueerZ erweitert das Kulturangebot um u.a. Theateraufführungen, Lesungen, Vorträge, Diskussionsrunden, Performances, visuelle Kunst, Musikveranstaltungen und Ausstellungen. Am Wochenende soll der Raum vorwiegend als queerer Club genutzt werden, in dem das dauerhaft angelegte Awareness-Konzept ein respektvolles Miteinander etabliert.

Das soziale queere Zentrum bietet den queeren Freiburger Vereinen, Initiativen und Gruppen Raum für soziales Engagement. Im Vernetzungstreffen queerer Gruppen wurden Bedürfnisse laut, die mit diesem Zentrum adressiert werden sollen. So sind u.a. Büro-, Plena-, Beratungs- und Lagerräume für queere Gruppen vorgesehen.

Gemeinsam wollen wir mit kulturellen Angeboten, Vernetzungsarbeit, Selbsthilfe-Arbeit, Beratungsarbeit und Bildungsarbeit über die bestehenden heteronormativen Strukturen in unserer Gesellschaft aufklären und somit langfristig eine offene Haltung gegenüber queeren Lebensweisen vermitteln. Dabei soll das Zentrum einen einladenden Charakter haben, sowohl für die Menschen in Freiburg als auch aus der Region, um damit queere Ideen und neue Perspektiven weiterzuentwickeln.

So kann in Freiburg ein Raum entstehen, der Menschen von Strassbourg über Colmar bis Basel und Zürich im "Dreiländereck" zusammenführt und über die Ländergrenzen hinaus verbindet und der queeren Community einen Platz in der Mitte der Gesellschaft verschafft.

Ein Arbeitsraum

Der Bedarf an Räumlichkeiten für soziale Gruppen in Freiburg ist enorm. Hier wollen wir endlich Abhilfe schaffen. Ein queeres Kulturzentrum bietet einen festen Ort für alle, die bisher Schwierigkeiten hatten, einen adäquaten Raum für ihre Aktivitäten zu finden. Hier wird ihnen die Möglichkeit geboten, Treffen abzuhalten und sich mit anderen Gruppen der Community auszutauschen und zu vernetzen. Das soziale queere Zentrum hat sieben Tage die Woche für die diversen Gruppen der LSBTIQA*-Community geöffnet, für Plena, Planungstreffen, Besprechungen und Beratung. Das soziale queere Zentrum wird von der zukünftigen Dachstruktur des queeren Vernetzungstreffen geleitet und verwaltet. Das Angebot des kulturellen queeren Zentrum entsteht in Koordination mit den Gruppen des sozialen Zentrums. Es ist bedürfnisorientiert und kann auf aktuelle Themen Bezug nehmen.

Ein Raum der Entspannung

Im queeren Leben Freiburgs gibt es kaum einen Ort der direkten Begegnung in einem ungezwungenen Rahmen. Entweder es gibt laute Großveranstaltungen, wie Parties oder den CSD, oder Mensch trifft sich eher im privaten Rahmen. Letzteres wurde auch dadurch begünstigt, dass die Möglichkeiten der Kontaktanbahnung seit Jahren zunehmend ins Internet verlagert werden, was jedoch zu einer Anonymisierung der Szene führt. Neben Räumlichkeiten für Arbeitstreffen und Öffentlichkeitsarbeit soll das queere Kulturzentrum ein Raum sein, sich ungezwungen treffen zu können.
Dies könnte im Rahmen eines queeren Cafes bzw. einer queeren Bar geschehen, welches die offene Zusammenarbeit unter den Gruppen des queeren Kulturzentrums fördert und darüber hinaus ein Raum der Begegnung schafft für alle Menschen. Eine Begegnung zwischen queeren Menschen aber auch ein Raum, in dem Menschen queeren Lebenswelten begegnen können, die sich bisher der Community noch nicht zugehörig gefühlt haben. Ob dies letztlich im Rahmen eines Cafes oder einer Bar als Bestandteil des Zentrums sein wird, zeigt die weitere Planung.

Ein Raum zum Feiern

Das queere kulturelle Zentrum soll von Montag bis Freitag Café und Barbetrieb stellen, sowie kulturelle Veranstaltungen, wie z.B.  Lesungen, Diskussionen, Filmvorführungen und viele andere Arten von Veranstaltungen Raum bieten. Am Wochenende verwandelt es sich dann in den ersten queeren Club der Stadt, der das Freiburger Nachtleben ein bisschen bunter macht. Hier geht es uns in erster Linie darum, einen sicheren Raum zu schaffen, der frei sein soll von Sexismus, heteronormativer Feierpraxis, Homo- und Transfeindlichkeit, sowie frei von Rassismus, Nationalismus und allen anderen Arten von gruppenbezogener Diskriminierung. Hier sollen sich alle sicher und frei bewegen und gleichzeitig ausgelassen und unbeschwert miteinander feiern können.
In Anbetracht des zu beobachtenden Clubsterbens in Freiburg und einem Nachtleben, dass zunehmend zu versiegen scheint, braucht es neue Angebote. Mit dem queeren kulturellen Zentrum wollen wir einen neuen Raum schaffen, aber nicht nur um des Raumes willen. Der QueerZ-Verein möchte diese Möglichkeit nutzen, den durch Übergriffe, Gewalt und Verunsicherung stark in Mitleidenschaft gezogenen Nachtlebenbegriff wieder positiv zu besetzen. Wir wollen, auch mit der Umsetzung eines umfangreichen Awareness-Konzeptes, eine neue Clubkultur schaffen, in der sich alle Feiernden sicher fühlen können, egal welcher sexuellen Orientierung, geschlechtlichen Identität, Hautfarbe oder sozialer und geografischer Herkunft.

Aufgrund unserer Vorstellungen sind wir auf unsere Wunschlokalität aufmerksam geworden, der ehemalige Balz Bambi Club und die darüber liegenden Räumlichkeiten in der Kaiser-Joseph-Straße 248.
Die zentrale Lage bietet Sichtbarkeit im öffentlichen Leben für queere Gruppen. Zudem hat das queere Kulturzentrum das Potential, dem sogenannten Bermudadreieck, das schon fast den Ruf einer „no-go-area“ in Freiburg besitzt, positiv zu beleben - und zwar sieben Tage die Woche.

Unter queer verstehen wir alle Menschen, die aus den gesellschaftlichen Normen zu Geschlecht, Sexualität und Beziehungen hinausfallen. Unter queeren Gruppen verstehen wir solche, die Angebote primär an queere Menschen richten oder sich für deren Belange einsetzen.

Grundsätzlich ist das Konzept zweigeteilt. Zum einen gibt es den kulturellen Teil, der vom Verein QueerZ getragen wird. Daneben gibt es den sozialen Bereich, der von Menschen aus dem queeren Vernetzungstreffen geplant wird. Zusammen planen wir das Gesamtkonzept in gemeinsamen Plena.d

Du kannst uns helfen, indem du dich an unserer Umfrage beteiligst. Wenn du dich noch mehr einbringen willst, kannst du auch gerne zu unseren Plena kommen. Schreib uns doch einfach eine Mail an info@queerz.org um den nächsten Termin zu erfahren.

Auch für die Gruppen gibt es eine Umfrage. Solltet ihr den Link dazu noch nicht erhalten haben, schreibt uns bitte unter info@queerz.org. Zusätzlich wird es Treffen mit den Gruppen geben, bei denen das Konzept besprochen wird. Der soziale Teil des Zentrums soll unter der Trägerschaft des queeren Vernetzungstreffens stehen, also dem Zusammenschluss der queeren Gruppen in Freiburg.

Grundsätzlich wehren wir uns dagegen, dass Personen ihre Identität und Sexualität offenlegen müssen. Allerdings überspannt unser Team einen Großteil der Identitäten auf dem queeren Spektrum. Wenn du mehr über unser Team erfahren oder deine eigene Perspektive einbringen möchtest, komm doch einfach mal vorbei!

Nein. Der soziale Bereich soll komplett überirdisch liegen. Für den kulturellen Teil ist im Moment geplant Kellerräume zu nutzen, da dort unter anderem ein Club entstehen soll. Für das Café wollen wir aber zum Beispiel auch anbieten Tische vor das Zentrum zu stellen.

Bei uns sind alle Menschen willkommen, solange sie nicht andere Menschen diskriminieren und sie sich mit dem Zielen des Queeren Zentrums identifizieren können.

Ja. Barrierefreiheit ist uns ein wichtiges Anliegen und wir freuen uns über euren Input dazu.

Bevor wir ein finales Konzept erstellen können, benötigen wir die Rückmeldungen von den queeren Gruppen und queeren Menschen. Das Konzept wird dann gemeinsam mit diesen final ausgearbeitet.

Eine zentrale Forderung an die Stadt ist, dass ein Queeres Zentrum selbstverwaltet werden muss, d.h. wir, die Community, entscheiden, wie die Räume verwaltet werden - vertreten durch das queere Vernetzungstreffen.

Grundsätzlich ist das Zentrum im regulären Betrieb für Menschen jeglichen Geschlechts und jeglicher sexuellen Orientierung offen. Es wird aber möglich sein Safe Space Veranstaltungen zu machen. Wir werden dazu noch Richtlinien ausarbeiten.

Das Queere Zentrum ist keine Konkurrenz dazu, sondern eine Ergänzung. Das queere Zentrum soll außerdem groß genug sein um ausreichend Raum für die Bedürfnisse der queeren Community zu bieten.